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hauchzart hingezaubert

18.03.2008 vonFranz

2 : 3 : 5 heißt sie, die Zauberformel, mit deren Hilfe die wunderbar zartesten Pfannküchlein entstehen, z.B.

120 g Mehl : 180 g Vollei : 300 ml Milch.

Dazu kommen eine gute Prise Salz und 2 Std. besser: 6 Std. Ruhezeit, abgedeckt im Kühlschrank. Da können sich Mehl und Ei – wie beim Nudelteig – innigst verbinden. Daraus werden dann hauchdünne Crepes gebacken, die – genau wie dünne Nudeln – nicht reißen und nicht brechen.

Aus den angegebenen 600 g Teig sollten etwa 10 hauchdünne Pfannkuchen werden, bei mir war das in einer 26 cm Pfanne so.

Fertige Pfannküchlein hält man im Backofen bei etwa 60 Grad C warm, während man den Teig mit je einem TL Butter oder Olivenöl nach und nach verbackt.

Die Duttenhofers haben letzten Freitag im WDR Fernsehen gezeigt, wie man so mit wenigen weiteren Zutaten ein regelrechtes Festessen aus den Pfannkuchen zaubern kann.

Ich habe beim Zuschauen sofort großen Appetit bekommen (wie immer!), und am nächsten Morgen gab es Apfelpfannkuchen zum Frühstück – phenomenal.

Zusätzlich war vom letzten Bolognese-Exzess noch ein stattlicher Rest Ragu übriggeblieben, den zog ich noch nachts vom Eis. Tags darauf blieb nur noch eine Bechamelsauce zu kochen:

Mehl in Butter oder Öl anschwitzen,
mit Milch zu einer dickflüssigen Sauce kochen,

zum Würzen 1 ganze Zwiebel, 1 Lorbeeblatt, 3 Nelken oder Pimentkörner, 1 Knoblauchzehe mitkochen, später herausnehmen

und das Ganze abschmecken mit Zitronensaft, einer Prise Zucker, Salz, Pfeffer, Muskat.

Wer nun die dünnen Pfannkuchen mit etwas Ragu, ein paar Tropfen Bechamel und Parmesan bedeckt und so wie ich übereinander stapelt, wird mit einer ansehnlichen Lasagne belohnt. Oben drauf kommen nur Bechamel und ein paar Stückchen Mozzarella. Das Ganze wandert für etwa 30 min bei 150 Grad C in den Umluftofen.

Wer mag, streut gehackte Chilis zwischen die Lagen, auf jeden Fall aber Basilikum obendrauf.

Genau betrachtet ist Lasagnekochen also gar nicht schwierig. Ich hatte mich immer wieder etwas schwergetan mit großen, selbstgemachten Nudelblättern,

das war immer recht glitschig und nass und hielt auch kaum zusammen. So war mir letztens auch ein „Portions-Lasagne“, die ich Claudia von Fool for Food großmäulig vorgeschlagen hatte (Verzeihung!), optisch gründlich misslungen.

Aus Pfannküchlein dagegen hält die Lasagne rutschsicher und ist mindestens genauso köstlich wie aus Pastablättern, deren im Ofen unbedeckte Spitzen oft unangenehm hart und trocken werden.

Man sollte darauf achten, dass die Pfannküchlein und Auflagen sehr, sehr dünn bleiben, sonst entsteht leicht eine Magenbombe wie mein gefüllter Pfannkuchen mit Hühnchensugo (sieht aus, wie von Horst Lichter zusammengepanscht, nicht?). War aber ziemlich lecker.


Aus den letzten beiden dünnen Pfannküchlein entstand dann auch noch ein von Martina Meuth vorgeschlagenes Dessert: Pfannkuchen mit Quarkfüllung.

Auch sehr köstlich, wobei für meinen Geschmack die Schokoladensauce nicht sehr gut mit dem säuerlichem Quark und Zitronensaft harmoniert. Ich schlage stattdessen eine Ricottacreme mit Birnenstückchen vor. Machen Sie, was Sie wollen: einfach köstlich werden die Röllchen immer sein.

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6 Responses to “hauchzart hingezaubert”

  1. Bolli sagte:

    Ein wahres Feuerwerk an Genüssen!!!!

    Und, meistens hat man ja eh alle Zutaten im Hause, oft finde ich die Rezpete mit Bier blöd, habe ich nie im Hause…

    Und, ich mache oft Lasagne mit dem Pfannkuchenteig, ist irgendwie einfacher.

    In diese Quarkröllchen könnte ich jetzt so reinbeissen………..

  2. Sivie sagte:

    Die Quark-Pfannkuchen kann ich mir auch mit Ricotta besser vorstellen.

    Wird vorgemerkt. Crespelle mit Lauchfüllung gab es gerade gestern. Waren aber irgendwie nicht fotogen.

  3. nysa sagte:

    oh ja so eine pfannkuchenlasagne steht auch schon ganz weit oben und lange auf meiner liste. deine pfannkuchen schauen echt super aus!!! das mit dem teig in den kühlschrank stellen ist mir neu – scheint aber bei dir zu wirken! danke für die tolle zusammenstellung!

  4. Jutta sagte:

    Erst war ich weg und dann wieder hin – jetzt bin ich hin und auch schnell wieder weg, sonst werde ich melancholisch – was Du alles so zauberst, isch kann nit mieh!

  5. lavaterra sagte:

    Lasagne mit Pfannkuchenteig – was für eine geniale Ideee, denn das Wegglitschen der Lasagneblätter kenne ich auch aus leidvoller Erfahrung.

  6. Eva sagte:

    Hab’ die Pfannkuchenlasagne heute nachgekocht – schon lange nichts mehr sooo Leckeres gegessen; die Pfannkuchen sind auf diese Art himmlisch leicht und locker – uns hat es mit den Pfannkuchen besser geschmeckt als eine Lasagne mit Nudelblättern.
    Danke für das tolle Rezept und die gelungene optische Darstellung!