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auwamperln

15.08.2010 vonFranz


“auwamperln” – ist das nicht ein hübsches Wort? Habe ich im Deutsch-Österreichichen Wörterbuch gefunden und es bedeutet: satt essen.

Zur Abwechslung also mal ein österreichisches Menü, sommerlich leicht, aus bekannten, wie neuen Rezepten zusammengestellt.

Bekannt ist die Creme mit Erdnüssen und getrockneten Tomaten aus dem MAK in Wien.

Bekannt sind auch die Marillenknödel mit federleichtem Kartoffelteig (den finde ich übrigens viel besser als Topfenteig, der beim Aufbrechen des Knödels innen immer leicht schmiert).

Neu für mich ist die Steirische Kernölspeis, als winzige Portion zu Beginn des Menüs um die Geschmacksknospen zu wecken. Das sieht hier nach viel aus, ist aber nur ein Esslöffel voll Rührei. Dazu ein paar sehr kleine gebratene Brot/Kartoffel-Gnocchi.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Steirische Kernölspeis
Kategorien: Eierspeise
Menge: 4 Portionen (Vorspeise)

Zutaten

2 Eier
2 Eigelb
1 Essl. Kürbiskerne
Butter
Salz, Pfeffer
1 Bund Schnittlauch
Kürbiskernöl

Quelle

nach Meuth/Duttenhofer “Österreich”
Erfasst *RK* 13.08.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Kürbiskerne in wenig Butter anrösten, verquirlte Eier zugeben, salzen, pfeffern und unter Rühren sanft stocken lassen. Mit viel Schnittlauch und Kürbiskernöl servieren.

=====

Zum ersten mal habe ich auch die Rinderzunge mit Krenvinaigrette ausgewählt. Statt Zunge habe ich ein Stück Schulterscherzel aufgeschnitten. Dazu gebratenes, hauchdünn geschnittenes Körnerbrot.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Rinderzunge mit Krenvinaigrette
Kategorien: Vorspeise
Menge: 4 Portionen

Zutaten

300 Gramm Geräucherte oder gepökelte Rinderzunge; ca.
4 Essl. Weißweinessig
1 Essl. Senf
Salz, Pfeffer
6 Essl. Kaltgepresstes Öl (nach Geschmack)
Geriebene Meerrettichwurzel

Quelle

frei nach Meuth/Duttenhofer “Österreich”
Josef Lentsch, Restaurant “Dankbarkeit”
Erfasst *RK* 13.08.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Zunge hauchdünn aufschneiden und auf Tellern kranzförmig verteilen, mit der verrührten Vinaigrette beträufeln und großzügig mit geriebenem Meerrettich bestreuen.

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Ein bisschen umständlich ist es, die Saiblinge zu filetieren, besonders wenn sie absolut frisch und deshalb ziemlich glitschig sind. Aber es lohnt sich. Nicht vergessen, die restlichen feinen Gräten mit der Pinzette zu ziehen.
Den Chicoree habe ich wie Frau Poletto in Honig angebraten und mit Wein, Feigenessig, schwarzem Pfeffer und Salzbutter geschmort.


========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Saiblingsfilet mit geschmortem Radicchio
Kategorien: Fisch
Menge: 4 Portionen

Zutaten

4 Saiblingfilets mit Haut
Bratbutter
1 Chicoree
1 Radicchio
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
Weizendunst
Kerbelblättchen
Kartoffelpüree

Quelle

nach Walter Eselböck, Restaurant Taubenkobel
Meuth/Duttenhofer “Österreich”
Erfasst *RK* 13.08.2010 von
www.einfachkoestlich.com

Zubereitung

Aus gedünsteten, mehligen Kartoffeln mit viel Salzbutter und wenig Sahne ein sämiges Püree anrühren, warmhalten.

Chicoree und Radicchio vierteln, evtl. Strunk herausschneiden ohne dass das Gemüse zerfällt, mit etwas Zucker und Salz bestreuen und in Butter weichschmoren, dabei immer wieder mit der Bratbutter beträufeln, zuletzt ein paar Tropfen Balsamico zufügen.

Hautseite der Saiblingsfilets quer einritzen und hauchzart mehlieren und bei wenig Hitze behutsam braten. Am Schluß einmal kurz wenden. Kerbelblättchen fein hacken und mit der Butter über den Filets anrichten.

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Tja und danach gab es halt die Marillenknödel. Erst großes Aufstöhnen. Aber dann hat doch jeder seine beiden Prachtexemplare in Nullkommanichts vom Teller geputzt (– sind ja auch schließlich hohl).

Leider hatte ich keinen passenden (bezahlbaren) österreichischen Weißwein zum Menü gefunden.


Bei Jacques’ Weindepot gab es den
2009er Grauburgunder von Stefan Winter, einem jungen Winzer aus Rheinhessen. Viel Frucht, sehr nachhaltig – gute Empfehlung, richtige Wahl. (Den Winterschen Riesling fand ich dagegen etwas flach.)

… Home …



4 Responses to “auwamperln”

  1. vincent sagte:

    Guten Tag

    Ihr Blog hat unsere Aufmerksamkeit erregt, aufgrund der Qualität seiner Rezepte.

    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auf Petitchef.com einschrieben, damit wir auf ihn verweisen können.

    Ptitchef ist ein Verzeichnis, das die besten Kochseiten des Internets zusammenstellt. Mehrere hundert Blogs sind schon hier eingeschrieben und profitieren davon, dass Ptitchef ihre Seite weiter bekannt macht.

    Um sich auf Ptitchef einzuschreiben, gehen Sie auf http://de.petitchef.com/?obj=front&action=site_ajout_form oder auf http://de.petitchef.com und klicken Sie auf “Webseite / Blog eintragen” in der oberen Menüleiste.

    Herzlichst

  2. Arthurs Tochter sagte:

    Ich dachte, österreichisch lerne ich nur bei der Ente und bei Eline. Jetzt auch hier, prima!
    :)
    Und wunderbar, was Du da gekocht und zusammengestellt hast.
    Das nächste mal melde Dich gerne vorher für eine Weinempfehlung. :)

  3. Ellja sagte:

    Lustig, was man selbst als Ösi alles noch lernt. Den Ausdruck kenn ich gar nicht. Aber ich würd mich bei dem Menü gerne “auwamperln”. Für die Marillenknödel nehm ich jetzt immer Brandteig, da bin ich umgestiegen.

  4. Stefanie sagte:

    Schaut wirklich äußerst gschmackig aus! Wobei wir die Marillen- oder Zwetschgenknödel böhmisch inspiriert immer mit Hefeteig machen. Sieht man leider viel zu selten… Aber großes Lob für die Seite, wirklich inspirierend!