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Von Bohnen und Bäckchen

14.04.2009 vonFranz

Bohnensauce zu Fisch? Oder gebratene Seeteufelbäckchen?
Noch nie probiert? – Dann wird’s aber Zeit!

Eigentlich klar, dass das feine, cremige Aroma von weißen Bohnen gut zu Fisch passt.
Also her mit der Bohnensauce:
mittelgroße weiße Bohnen über Nacht einweichen, dann das Einweichwasser wegschütten und die Bohnen mit frischem kalten Wasser aufsetzen, eine geschälte Knoblauchzehe, eine gepellte Schalotte, einen Stengel Salbei und ein Lorbeerblatt dazu, alles weichkochen lassen, so dass die Bohnen gerade eben noch nicht zerfallen. Ein Drittel der Bohnen herausfischen und beiseite stellen. Das Lorbeerblatt wegwerfen. Die restlichen Bohnen mit einem guten Schuss Sahne und dem Kochwasser pürieren, mit Hühner- oder Fischbrühe auf die gewünschte flüssig-cremige Konsistenz bringen, pfeffern, salzen. Dann den Rest der Bohnen wieder dazugeben und anwärmen. Als Spiegel auf angewärmte Teller verteilen, Fisch aufsetzen, frischen Salbei dazu – fertig.

Zusätzlich hatte ich noch etwas Salat und ein paar Tomatenstücke angeschmort und unter den gebratenen Fisch gelegt. Hmmmm.

Vor kurzem erst habe ich bei Freunden Seeteufelbäckchen kennen und schätzen gelernt. Die bekommt man bei uns in der METRO. Lediglich kleine Hautstücke sind noch abzuziehen, sie sind viel einfacher zu verarbeiten als die Seeteufelschwänze, von denen man die glitschige Haut so schlecht runterbekommt, und sie sind nicht minder delikat.


Also: pro Person etwa 200 g Seeteufelbäckchen waschen, putzen, trocknen, hauchdünn mit Weizendunst mehlieren, ab in die heiße Pfanne und mit Olivenöl von beiden Seiten kräftig braten. So nach 2 Minuten auf jeder Seite, wenn man glaubt, den Fisch endgültig ruiniert zu haben, wird mit einem kräftigen Schluck Pastis abgelöscht und mit grobem Meersalz kräftig gesalzen. Eine Handvoll Tomatenstücke dazu, ein paar Umdrehungen schwarzer Pfeffer, alles kräftig durchschwenken und ab in den Backofen, bei 100 Grad C für 10 Minuten.

Konsistenz: prächtig. Geschmack: göttlich.
Dazu gab’s Wirsing mit Muskat und Petersilie, in Butter gedünstet und Löwenzahn geschmort in Olivenöl mit grobem Senf und etwas Zucker und Zitrone.



@Bolli: man bekommt auch in Düsseldorf guten Fisch – vor allem in der METRO und beim Pescador an der Grafenberger Allee (gleiche Quelle). Hinterm Bahnhof gibt’s einen Libanesen (?) bei dem sich die japanische Gemeinde gern eindeckt. Muss ich auch mal hin. Auch auf dem Carlsmarkt gibt’s guten Fisch – aber die unverschämten Preise dort will ich mir nicht leisten.
Aber praktisch fangfrisch vom Kutter in Holland hat der Fisch nochmal eine andere Klasse!

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3 Responses to “Von Bohnen und Bäckchen”

  1. Bolli sagte:

    nee Franz, das gibt’s nicht! Weisste, was ich heute morgen gekauft habe?! Lotte-Backen!!

    Bin aber langsam, ehe ich die verblogge…

  2. mipi sagte:

    Habe diese Bäckchen auch schon des Öfteren in der Metro gesehen, aber nie mit nach Hause genommen. Das wird sich ändern. Klasse Rezept!

  3. multikulinaria sagte:

    Ganz in weiß (Fisch und Bohnen) – das ist ja vielleicht eine edle und interessante Kombi…